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Bernd Schuster behielt recht. Vor seinem Rauswurf bei Real Madrid sagte er: „Wir können in Barcelona... |  |
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DIE URSPRÜNGE Während des 4., 3. und 2. Jh. v. Chr. gab es im Gebiet zwischen dem Fluss Llobregat und dem Fluss Besos kleine Siedlungen des Stamms der Laietaner. In der Epoche des römischen Kaisers Augustus wurde die Kolonie Julia Augusta Favencia Paterna Barcino gegründet. Diese Enklave gehörte zu Hispania Citerior, dessen Hauptstadt Tarraco (heute Tarragona) war. Man kann heute noch Überreste der Mauer sehen, die einst die Stadt umgab. Ebenso wird im Museo de Historia de la Ciudad, im städtischen Geschichtsmuseum, eine unterirdische Besichtigung des Augustustempels, der Nekropole und anderer Reste der römischen Stadt angeboten. Im 5. Jh. fielen in Barcino wie in ganz Hispanien die Westgoten ein, die aus Nordeuropa kamen. |
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DIE GEBURT EINER NATION Im Jahr 711 fielen die Mauren auf die Iberische Halbinsel einschließlich Barcelona ein. Sie überquerten sogar die Pyrenäen, wo sie von Carlos Martel (732) zurückgeschlagen wurden. Im Jahr 801 wurde die Stadt unter der Regierung von Ludwig, dem Frommen, zu einem Teil des südlichen Mark des Reiches, als "Hispanische Mark" bezeichnet. Dieses Territorium war in Grafschaften unterteilt und es war Borrell II (950-992), der das Frankenreich abtrennte, so dass Barcelona im Jahr 988 zur Hauptstadt eines unabhängigen Reiches wurde. DIE KRONE ARAGON Katalonien wurde durch die Ehe zwischen Raimund Berengar IV. von Barcelona und Petronella mit Aragon vereinigt. So begann eine Zeit der Ausdehnung des Reiches in Richtung Norden, wobei Territorien erobert wurden, die heute Südfrankreich bilden. Jakob I., der Eroberer (1213 - 1276), begann eine Expansionspolitik in Richtung Mittelmeer und eroberte die Balearischen Inseln und Territorien im Reich Valencia. Barcelona wuchs und man errichtete eine zweite Stadtmauer. Im Jahr 1410 starb der König Martin I., der Menschliche, ohne Nachkommen. Die katalanischen und aragonesischen Edelleute versammelten sich 1412 in Caspe, um einen Nachfolger zu ernennen. Sie wählten als neuen König Ferdinand von Kastilien, so dass die regierende Dynastie nun aus dem Haus Trastamara, das kastilischen Ursprungs war, stammte. In der darauffolgenden Periode entstand in Barcelona eine juristisch-administrative Körperschaft, die Generalitat. Mit der Thronbesteigung von Ferdinand II. (1479-1516), der sich mit Isabella I. von Kastilien verheiratete, wurde die Krone Aragon mit der Krone Kastilien vereint und Barcelona war nicht länger der Sitz der Könige.
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DIE DEKADENZ UND DAS AUFLEBEN Nach dem Tod von Karl II. ohne Erben begann der Spanische Erbfolgekrieg. Katalonien unterstützte den Erzherzog Karl (Karl VI.), während fast ganz Spanien auf der Seite von Phillip V. von Anjou war, ein französischer Anwärter auf den spanischen Thron. Der Sieg von Phillip von Anjou (Phillip V.) im Jahr 1714 war der Beginn der Abschaffung der katalanischen Institutionen, so dass Katalonien politisch und administrativ von einem Zentralstaat abhing. In Barcelona spielte sich jetzt nur noch ein provinzielles Leben ab. Dennoch war das 18. Jh. eine Zeit des demographischen und wirtschaftlichen Wachstums. Gegen Ende des Jahrhunderts war die Bevölkerungszahl in Barcelona stark gewachsen und es entstand eine Industrie, die die Stadt auch physisch veränderte. Im 19. Jh. wurden nach dem städtischen Bebauungsplan von Ildefons Cerdà die Stadtmauern von Barcelona abgerissen. Die Stadt wuchs und nahm die anliegenden Dörfer wie Gracia und Sants in sich auf. Im Jahr 1888 fand in Barcelona eine Weltausstellung statt. Diese Ausstellung wurde von dem Bürgertum der Stadt gefördert. Gegen Ende des Jahrhunderts erlebte Barcelona starke politische Unruhen mit Zeiten, in denen der Anarchismus und Machtkämpfe vorherrschten.
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DIE TRAGISCHE WOCHE UND DIE WELTAUSSTELLUNG Die ständigen Niederlagen des spanischen Heeres im Norden von Marokko zwangen die spanische Regierung dazu, Bürger zu mobilisieren, damit sie in Marokko kämpfen. Viele der Männer, die eingezogen wurden, waren verheiratete Katalanen und Familienväter. Die Einschiffung der katalanischen Reservisten verursachte einen Generalstreik und eine Volkserhebung in Barcelona, während der Kirchen und Klöster in Brand gesetzt wurden. Schließlich wurde die Revolte vom spanischen Heer unter großer sozialer Unterdrückung und mit der standesrechtlichen Erschießung verschiedener Arbeiterführer und Anarchisten niedergeschlagen. Im Jahr 1929 fand in Barcelona wieder eine Weltausstellung statt. Anlässlich dieser Ausstellung entstanden wichtige architektonische und urbanistische Werke, auf die Barcelona noch heute stolz ist. Der Berg Montjuïc war das Gebiet, das umgestaltet wurde. Erwähnenswert sind die Brunnen (von Carles Buïges), der Palau Nacional, die Seilbahn, die Gärten und das "Poble Espanyol". |
KRIEG UND REVOLUTION Mit der Wiederherstellung der spanischen Republik wurde auch die Generalitat wieder eingerichtet und Katalonien hatte wieder eine eigene Regierung. Diese Stabilität dauerte jedoch nicht lange und im Juli 1936 brach der Spanische Bürgerkrieg aus. In Katalonien scheiterte die Militärrebellion Francos und es begann eine neue, revolutionäre Etappe. Die anarchistischen Gruppen regierten die Stadt einige Monate lang, aber im Herbst 36 wurde eine Einheitsregierung gebildet. Der Krieg dauerte drei Jahre und es gelang Franco mit der Hilfe von Hitler und Mussolini, diesen Krieg zu gewinnen. |
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DER FRANQUISMUS Der Sieg Francos bedeutete für viele Katalanen das Exil. Bereits in den ersten Monaten des Jahres 1939 überquerten eine halbe Million Menschen die Grenze nach Frankreich. Die meisten kamen in Konzentrationslager. Bei der Ankunft des Besetzungsheeres wurden 4 000 Menschen hingerichtet, unter ihnen der Präsident der Generalitat Lluís Companys. Die Unterdrückung dauerte 40 Jahre, in denen man der katalanischen Identität ihre Freiheit nahm und sie den Menschen verweigerte. Die Benutzung der katalanischen Sprache auf der Straße, in den Schulen, in den Kommunikationsmitteln usw. wurde verboten. DIE DEMOKRATIE Mit dem Tod Francos im Jahr 1975 begann eine neue Periode in der Geschichte Barcelonas und Kataloniens. Die Demokratie brachte eine Erneuerung und Wachstum für Barcelona mit sich. Der bedeutendste Moment für die Stadt waren die Olympischen Spiele 1992. Sie waren ein großer Erfolg und sie machten Barcelona weltbekannt. Seit dieser Zeit ist Barcelona eine moderne und kosmopolitische Stadt. |
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